Vollgas ins Verderben Neu
Nico Steckelberg
19. April 2026
Hörspiel
Serienname
Folge Nr.
239
Autor
Sprecher
Hörspiellabel/Verlag
Erscheinungsjahr
Format
- CD
- Streaming
Anzahl Medien
1
Internetlink
Rückentext
Endlich hatte Tim seinen Freund Klößchen dazu überredet, mit ihm joggen zu gehen, als sie auf der abendlichen Zubringerstraße ein plötzlich heranschiessender Sportwagen beinahe erfasst, bevor er von der Straße abkommt und sich krachend um einen Baum wickelt. Der junge Fahrer Linus Janzen ist wie durch ein Wunder fast unverletzt, aber es bleiben viele Fragen: Wurde der Fahrer von einem zweiten Wagen abgedrängt? Handelte es sich um ein illegales Straßenrennen? Und wie ist die Oberstufenschülerin Kristin Emerson in den Unfall verwickelt? Nicht nur Hauptkommissar Glockner nimmt seine Ermittlungen im Milieu der Autotuner und Poser auf, auch TKKG sind schnell mittendrin in einem gefährlichen Fall. Denn als sie herausfinden, dass der verunglückte Sportwagen manipuliert wurde, wird allen klar, dass der gesuchte Täter bereit ist, über Leichen zu gehen …
Hörspiegel-Meinung
Nico Steckelberg
Story/Inhalt
8,0
Atmosphäre
8,0
Sprecher
9,0
Soundtrack
7,0
Aufmachung
8,0
Gesamtwertung
8,0
Kaum schnüren Tim und Klößchen die Laufschuhe, wird aus dem harmlosen Feierabendprogramm ein Einsatz mit Blaulichtpotenzial. Der Einstieg in diese Episode kennt kein vorsichtiges Antasten, sondern setzt direkt auf quietschende Reifen, fliegendes Blech und die Erkenntnis: Joggen kann gefährlich sein – zumindest im TKKG-Kosmos.
Das Thema rund um illegale Straßenrennen und Tuning-Szene wirkt erstaunlich gut in die Serienwelt integriert. Wo früher eher Hehlerware und zwielichtige Gestalten in Lagerhallen dominierten, röhren hier Motoren durch die Nacht. Das sorgt für eine gewisse Frischzellenkur, ohne die vertrauten Strukturen über Bord zu werfen. Autor Martin Hofstetter baut den Fall dabei schrittweise aus: Vom vermeintlich klaren Unfallhergang entwickelt sich die Geschichte zu einem Geflecht aus Manipulation, falschen Fährten und zwischenmenschlichen Spannungen.
Interessant ist, dass der Fokus nicht allein auf Action liegt. Immer wieder nehmen sich die Figuren Zeit, Zusammenhänge zu durchleuchten, Verdächtige zu überprüfen und Motive zu hinterfragen. Dadurch entsteht ein angenehmes Gleichgewicht zwischen Tempo und klassischer Detektivarbeit. Die Auflösung fügt sich schlüssig ins Gesamtbild ein, auch wenn geübte Hörerinnen und Hörer einige Entwicklungen früh erahnen könnten – was dem Hörvergnügen allerdings keinen großen Dämpfer verpasst.
Sprecherisch bewegt sich die Folge auf gewohnt sicherem Terrain. Sascha Draeger gibt den Anführer mit der nötigen Entschlossenheit, während Tobias Diakow als Karl analytische Ruhe ins Geschehen bringt. Manou Lubowski sorgt als Klößchen nicht nur für den sportlich fragwürdigen Einstieg, sondern auch für die gewohnten humorvollen Momente. Rhea Harder ergänzt das Quartett souverän. Achim Buch als Glockner liefert die obligatorische Autorität, die irgendwo zwischen Unterstützung und mahnender Distanz pendelt.
In den Nebenrollen fällt besonders Judy Winter auf, die vielen als Grande Dame des deutschen Fernsehens bekannt ist und hier mit ihrer markanten Stimme sofort Präsenz zeigt. Hörspielfans denken natürlich als erstes an ihre ikonische Rolle der Dr. Clarissa Franklin aus “Die drei ???”. Insgesamt entsteht ein dicht besetztes Figurenensemble, das der Geschichte zusätzliche Konturen verleiht.
Akustisch setzt die Produktion stark auf Dynamik. Motorengeräusche, Straßenszenen und die Kulisse nächtlicher Fahrten erzeugen ein lebendiges Klangbild, ohne dabei in reines Krawallkino abzudriften. Die Musik bleibt im Hintergrund, unterstützt aber die Spannungsbögen zuverlässig. Europa-typisch bleibt die Sprachverständlichkeit jederzeit erhalten – selbst wenn es auf der Straße mal lauter wird.
Das Cover fügt sich nahtlos in die moderne Optik der Reihe ein: Dunkle Farben, eine verletzte alte Dame, ein demoliertes Auto und eine Szenerie, die keinen Zweifel daran lässt, dass hier etwas gewaltig schiefgelaufen ist.
Unterm Strich präsentiert sich „Vollgas ins Verderben“ als Folge, die aktuelle Themen aufgreift und sie solide in das bekannte Serienkonzept einbettet. Kein radikaler Richtungswechsel, aber ein hörbarer Versuch, das Gaspedal gelegentlich etwas stärker durchzutreten.
Das Thema rund um illegale Straßenrennen und Tuning-Szene wirkt erstaunlich gut in die Serienwelt integriert. Wo früher eher Hehlerware und zwielichtige Gestalten in Lagerhallen dominierten, röhren hier Motoren durch die Nacht. Das sorgt für eine gewisse Frischzellenkur, ohne die vertrauten Strukturen über Bord zu werfen. Autor Martin Hofstetter baut den Fall dabei schrittweise aus: Vom vermeintlich klaren Unfallhergang entwickelt sich die Geschichte zu einem Geflecht aus Manipulation, falschen Fährten und zwischenmenschlichen Spannungen.
Interessant ist, dass der Fokus nicht allein auf Action liegt. Immer wieder nehmen sich die Figuren Zeit, Zusammenhänge zu durchleuchten, Verdächtige zu überprüfen und Motive zu hinterfragen. Dadurch entsteht ein angenehmes Gleichgewicht zwischen Tempo und klassischer Detektivarbeit. Die Auflösung fügt sich schlüssig ins Gesamtbild ein, auch wenn geübte Hörerinnen und Hörer einige Entwicklungen früh erahnen könnten – was dem Hörvergnügen allerdings keinen großen Dämpfer verpasst.
Sprecherisch bewegt sich die Folge auf gewohnt sicherem Terrain. Sascha Draeger gibt den Anführer mit der nötigen Entschlossenheit, während Tobias Diakow als Karl analytische Ruhe ins Geschehen bringt. Manou Lubowski sorgt als Klößchen nicht nur für den sportlich fragwürdigen Einstieg, sondern auch für die gewohnten humorvollen Momente. Rhea Harder ergänzt das Quartett souverän. Achim Buch als Glockner liefert die obligatorische Autorität, die irgendwo zwischen Unterstützung und mahnender Distanz pendelt.
In den Nebenrollen fällt besonders Judy Winter auf, die vielen als Grande Dame des deutschen Fernsehens bekannt ist und hier mit ihrer markanten Stimme sofort Präsenz zeigt. Hörspielfans denken natürlich als erstes an ihre ikonische Rolle der Dr. Clarissa Franklin aus “Die drei ???”. Insgesamt entsteht ein dicht besetztes Figurenensemble, das der Geschichte zusätzliche Konturen verleiht.
Akustisch setzt die Produktion stark auf Dynamik. Motorengeräusche, Straßenszenen und die Kulisse nächtlicher Fahrten erzeugen ein lebendiges Klangbild, ohne dabei in reines Krawallkino abzudriften. Die Musik bleibt im Hintergrund, unterstützt aber die Spannungsbögen zuverlässig. Europa-typisch bleibt die Sprachverständlichkeit jederzeit erhalten – selbst wenn es auf der Straße mal lauter wird.
Das Cover fügt sich nahtlos in die moderne Optik der Reihe ein: Dunkle Farben, eine verletzte alte Dame, ein demoliertes Auto und eine Szenerie, die keinen Zweifel daran lässt, dass hier etwas gewaltig schiefgelaufen ist.
Unterm Strich präsentiert sich „Vollgas ins Verderben“ als Folge, die aktuelle Themen aufgreift und sie solide in das bekannte Serienkonzept einbettet. Kein radikaler Richtungswechsel, aber ein hörbarer Versuch, das Gaspedal gelegentlich etwas stärker durchzutreten.


