Das Antiquariat am alten Friedhof Neu
Michael Brinkschulte
17. Mai 2026
Hörbuch
Autor(en) oder Hrsg.
Sprecher
Verlag
Erscheinungsjahr
Format
MP3-CD
Anzahl Medien
2
Internetlink
Rückentext
Freundschaft und Verrat im Bann der Bücher – die Geheimnisse des Graphischen Viertels
Die Bücherstadt Leipzig, 1930: Inmitten unruhiger Zeiten versammeln sich vier junge Männer in einem Antiquariat im Graphischen Viertel. Alle sind Söhne aus gutem Haus, alle sind vom Leben gelangweilt. Statt ihrem Studium nachzugehen, gründen Felix, Vadim, Julius und Eddie den Club Casaubon. Getrieben von ihrer Leidenschaft für Literatur und der Lust am Abenteuer werden sie zu Bücherdieben, spezialisiert auf kostbare, okkulte Bände. Doch als Eddies rätselhafte Schwester Eva zum Club stößt, werden sie immer tiefer in die Pläne erbarmungsloser Mächte hineingezogen.
Fünfzehn Jahre später, 1945: Nach dem Krieg arbeitet Felix als Bibliothekar für die Amerikaner, um Millionen von geraubten Büchern zu katalogisieren. Seine Mission führt ihn zurück in das zerstörte Leipzig. Die Freunde von damals sind verschollen – oder nicht wiederzuerkennen. Und ist Eva wirklich tot? Während die Stadt unter dem Druck der nahenden sowjetischen Besatzung steht, gerät Felix in ein Netz aus Verrat und tödlichen Geheimnissen, das seinen Ursprung in den finstersten Winkeln seiner Vergangenheit hat.
Hörspiegel-Meinung
Michael Brinkschulte
Story/Inhalt
8,0
Atmosphäre
8,0
Sprecher
9,0
Aufmachung
7,0
Gesamtwertung
8,0
Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
Luise Helm und Johann von Bülow lesen diesen inzwischen vierten Band um das Graphische Viertel, das Kai Meyer verfasst hat. Die beiden Tragen den Text gut vor und nehmen die Hörerschaft mit auf die in verschiedenen Zeitebenen angelegten Geschehnisse.
Das Hörbuch ist ungekürzt erschienen und bietet rund 15 Stunden Spielzeit, die auf zwei MP3-CDs verteilt ist. Diese sind in einem sehr sparsam ausgestatteten Digipack untergebracht. Kurze Angaben zum Autor und zu den Sprechern sind auf dem Backcover unter dem Rückentext zu finden. Im Innern sind weitere ergänzende Sätze zu den Sprechern und ansonsten nur Produktionsnotizen.
Ein Hinweis zum Cover. Das Coverbild, das auf der Verlagsseite zu finden ist und welches Ihr auch beim Hörspiegel angezeigt bekommt, ist anders als bei der mir vorliegenden CD. Die unten stehende Zeile lautet dort "Gelesen von Luise Helm und Johann von Bülow".
Hörspiegel Meinung:
Kai Meyer erzählt seine Handlung ausgehend vom Jahr 1945 und stellt die Ereignisse rund um die Mitglieder des Club Casaubon in Zeitsprüngen dar. Dies verlangt von der Hörerschaft aufmerksames Zuhören, da sich die Gesamthandlung nur nach und nach erschließt und durch die Komplexität der Zusammenhang verloren geht, wenn man Passagen verpasst.
Durch diese Erzählweise ist das Hörbuch einerseits spannend aufgebaut, dies wird schon im Rückentext ausführlich umschrieben, sodass ich hier nichts vorweg nehmen möchte, andererseits ziehen sich einzelne Sequenzen.
Insgesamt ist dies wieder ein typisches Buch von Kai Meyer, der mit historischen Fakten zu punkten weiß und seine Hörerschaft mit in die Vergangenheit Leipzigs und darüber hinaus zurückführt.



