Der Aluminiumdolch Neu

Michael Brinkschulte   02. Juni 2026  
Der Aluminiumdolch

Rückentext

Wie kann man einen Mann mit einem Dolch erstechen, ohne dabei das Zimmer zu betreten, in welchem der Mord stattfand? Da die Polizei im Dunkeln tappt und zudem die Verlobte des Verstorbenen verdächtigt, bittet ihr Vater in seiner Verzweiflung den Meisterdetektiv um Hilfe …

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
10,0
Soundtrack 
 
10,0
Aufmachung 
 
10,0
Gesamtwertung 
 
9,4

Wie ist das Hörspiel umgesetzt?
 
Die Spielzeit dieser Folge bringt es auf rund 74 Minuten, die wieder einmal brillant in Szene gesetzt werden. Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt als Holmes und Watson, Regina Lemnitz als Mrs. Hudson sowie Lutz Reichert als Inspektor Lestrade gehören zur Dauerbesetzung und liefern gewohnt hochkarätig ab. Hinzu kommen diesmal bekannte Stimmen wie die von Lutz Mackensy, um nur einen Sprecher hervorzuheben. 
Zum Sprecherensemble von insgesamt neun Personen kommen noch Musik und Geräuschkulisse, die die Atmosphäre unterstützen, die diesmal wieder von humorvoll bis spannend und mysteriös reicht.
 
Das Booklet bietet im Innern die Folgenaufstellungen der Serien um Sherlock Holmes sowie des Gruselkabinett. Unter dem Tray sind vier Cover vorheriger Episoden abgedruckt. Das Coverbild der vorliegenden Folge zeigt nicht nur Holmes in Rückenansicht, sondern auch Equipment, welches im Verlauf des Falls auftaucht.
 
 
Hörspiegel Meinung:
 
Ein aufgeregter Gast lässt Holmes und Watson schnellstens aufbrechen, um den neuen Fall anzugehen, nachdem es zuvor zu den üblichen Reibereien mit Mrs. Hudson kam. Erst in der Kutsche zum Tatort wird die Identität des Mannes aufgelöst, der sich als verzweifelter Vater entpuppt, dessen Tochter in den Mord verwickelt ist.
 
Schritt für Schritt nähern sich Holmes und Watson dem Sachverhalt an, der sich am Tatort darbietet. Dabei ist Holmes der Polizei wieder einmal überlegen, nutzt er doch Ermittlungsmethoden, die Scotland Yard noch nicht anzuwenden versteht, und nimmt die Hörerschaft mit auf eine illustre Ermittlungsreise.
 
Ein Fall voller Dramatik zu Beginn, die durch den von Lutz Mackensy dargestellten Vater eingebracht wird, bei dem im weiteren Verlauf langsam Spannung aufkommt. Die steten Seitenhiebe zwischen Holmes und Lestrade machen dabei wieder richtig Spaß. Langsam und mit ermittlerischer Kontinuität entwickeln sich die Geschehnisse.
 
Der von R. Austin Freeman geschriebene Fall regt zu Vermutungen an, welchen Verlauf die Ereignisse des Mordes genommen haben. So ist man als Hörer an die Handlung gefesselt, ahnt aber schon kurz vor der Auflösung, welche abschließende Wendung sich ergeben wird. Am Ende schließt man mit dem Gedanken „Hab ich es doch gewusst!“, bis zuletzt gut unterhalten, dieses Hörspiel ab.
Dieses Hörspiel reiht sich in die qualitativ hochwertige Serie bestens ein und macht Lust auf die kommenden Folgen, die nach der Sommerpause erscheinen werden.

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