Bruderherz Neu

Michael Brinkschulte   27. September 2026  
Bruderherz

Hörbuch

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Rückentext

»Michael Robotham versteht es meisterhaft, vielschichtige Charaktere – ob gut oder böse – lebendig werden zu lassen. Bis zum Schluss bleibt ungewiss, wem man trauen kann.«
 
Nach zwölf Jahren hinter Gittern kehrt Arlo Hackett in seine australische Heimatstadt Yulara zurück – ein Ort, dessen Bewohner ihn einst verurteilten und verstießen. Damals wurde er der Beihilfe zu einem schweren Verbrechen beschuldigt, das sein Bruder Luke begangen haben soll. Doch Arlo hat nie an Lukes Schuld geglaubt. Nun begegnen ihm selbst die wenigen Menschen, mit denen er einst verbunden war, mit Misstrauen und Feindseligkeit. Wer lügt, wer verschweigt etwas – und wem kann Arlo überhaupt noch trauen? Während er sich seinen schmerzhaften Erinnerungen stellt und der Wahrheit näherkommt, gerät sein Leben erneut aus den Fugen. Zwischen Verrat und Schuld muss er sich die Frage stellen, ob Vergebung möglich ist – oder ob sie alles zerstört, was ihm noch geblieben ist. 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Aufmachung 
 
--
Gesamtwertung 
 
9,0

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Rosario Bona, mir bislang als Sprecher noch nicht bekannt, liest diese Thriller von Michael Robotham mit viel Sinn für die Atmosphäre des Buches. Stimmspiel und Tempowechsel sorgen je nach Szene für eine fesselnde Stimmung.
Die ungekürzte Lesung, die nur als digitale Fassung bei Audible erscheint, bietet annähernd 14 Stunden Spielzeit, die die Hörerschaft bis zum Ende hin nicht loslassen. eine ebenfalls digitale Fassung, die in gekürzter Fassung vertreiben wird, bringt es auf 12 Stunden 21 Minuten Spielzeit. Wo hier gekürzt wurde, kann ich nicht sagen.
 
Da es sich um eine rein digitale Veröffentlichung handelt, bleibt der Punkt Ausstattung unbewertet.
 
 
Resümee:
 
Was zunächst wie ein Roman über einen ehemaligen Sträfling anmutet, der sich wieder in der Gesellschaft zurechtfinden muss, entwickelt sich nach und nach zu einen wendungsreichen Thriller, dessen Lösung erst am Ende offenbart wird.
Michael Robotham setzt seinen Protagonisten Arlo Hackett in die Szenerie der Entlassung aus dem Gefängnis, in dem er mehrere Jahre verbracht hat, nachdem er für ein Verbrechen verurteilt wurde, an dem sein Bruder der Haupttäter gewesen sein soll. Einst ließ Arlo die Verurteilung aufgrund der Beihilfe zu, da er geschockt war vom Tod seines Bruders. Doch die Zweifel an dessen Schuld am Tod einer Freundin und Mitbewohnerin nagt seitdem an ihm. Da seine Mutter schwer erkrankt ist, kehrt er in seinen Heimatort zurück und ist dort mit Vorurteilen, Missgunst und Hass konfrontiert. Nur wenige Menschen stehen zu ihm. 
Schritt für Schritt versucht er sich der Wahrheit von damals zu nähern. Dabei wird er mit weiteren Geheimnissen und Tatsachen konfrontiert, die nicht die Tat, aber sein eigenes Leben betreffen.
 
Vielschichtig und mit gutem Fingerspitzengefühl für dezente aber nachhaltige Wendungen hat Michael Robotham einen Thriller konstruiert, der ohne viel Blut und Action auskommt, dafür aber einen sich stets weiterentwickelnden Spannungsbogen vorhält.
Dies ist ein Stoff, der auch einen guten Kinofilm abgeben dürfte.

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