Briefwechsel mit seinen Verlegern II

Briefwechsel mit seinen Verlegern II Neu

Michael Brinkschulte   08. Oktober 2026  
Briefwechsel mit seinen Verlegern II

Buch-Tipp

Anzahl Seiten
568
Erscheinungsjahr

Rückentext

Da das Buch keinen Rückentext hat, hier der Infotext zum Buch von der Verlagshomepage:
 
Die Popularität, die Karl May schon zu seinen Lebzeiten erreichte, zeigt sich auch darin, dass er in den verschiedensten Medien zum Zug kam. Nachdem er zunächst überwiegend in Zeitschriften veröffentlicht hatte, erschienen seine Romane und Erzählungen seit Beginn der 1890er-Jahre in der großen Buchausgabe des Fehsenfeld-Verlags, die bis heute die Basis für die Gesammelten Werke im Karl-May-Verlag bildet. Aber er publizierte auch weiterhin an anderer Stelle: in Zeitungen und Zeitschriften und in den seinerzeit ungeheuer populären Volkskalendern, insbesondere in deren Variante der Marienkalender. Darüber hinaus erschienen bereits Übersetzungen in verschiedenen Sprachen.
 Der vorliegende Band belegt diese breit aufgefächerte Wirkungsgeschichte. Im ersten Briefwechsel geht es um die von dem Prager Verleger Josef Vilímek veröffentlichten Übersetzungen ins Tschechische. In Anbetracht der damaligen rechtlichen Situation hätte Vilímek sie auch ohne Erlaubnis und Honorierung Mays auf den Markt bringen können, aber er suchte das Einvernehmen mit dem Autor, und so entstand eine umfangreiche, oft komplizierte Korrespondenz. Anschließend werden Mays Beziehungen zu vier katholischen Verlagen dokumentiert; drei davon belieferte May mit Marienkalendergeschichten, kürzeren abenteuerlichen Erzählungen, in denen programmgemäß die religiöse Tendenz eine herausragende Rolle spielt. Der letzte Teil enthält Mays Briefwechsel mit Heinrich Wagner, einem bayerischen Journalisten, der sich in den um die Jahrhundertwende ausbrechenden öffentlichen Streitigkeiten um Person und Werk Mays auf dessen Seite schlug und sogar ein Buch zu seiner Verteidigung publizierte.
 Der Band bietet reichhaltiges Material zur Biografie Karl Mays, aber auch zur Mediengeschichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
 
 Mit einem ausführlichen Vorwort von Prof. Dr. Helmut Schmiedt und 108 SW-Abbildungen.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
7,0
Aufmachung 
 
10,0
Gesamtwertung 
 
8,7

Ergänzend zum ersten Band „Briefwechsel mit seinen Verlegern“ werden die Gesammelten Werke nun mit Band 98 fortgesetzt und bieten weitere Korrespondenz mit Verlegern und Redakteuren. 
 
Die umfangreiche Einleitung des Buches erfolgt wieder durch Helmut Schmiedt und ist in fünf Abschnitte gegliedert, in denen ein besonderer Blick auch auf Übersetzungen gelegt wird. 
Das erste Kapitel des Buches befasst sich auf annähernd 200 Seiten mit den „Geschäftsbeziehungen mit den Verlagen Jos. R. Vilimek, Hynek und Synek“, an das sich direkt ein Anhang anschließt, der die Beziehung zwischen Karl May und Josef Vilimek näher beleuchtet. Im gesamten Bereich des Kapitels nebst Anhang finden sich zahlreiche Abbildungen mit Briefauszügen, Briefumschlägen, Rechnungsaufstellungen, Fotos und mehr, die die Aufstellung der Korrespondenz unterstützen.
Die folgenden vier Kapitel sind jeweils kürzer, befassen sich dann aber intensiv mit Briefen der Verlage J.P. Bachem, Benzinger & Co, Eberle & Reckenbach sowie F.W. Cordier. Im Anschluss an diese Kapitel folgt erneut ein Anhang, diesmal zu „… Anfragen zu Kalender-Erzählungen“. Im Kontext dieser Briefwechsel werden erneut Briefe, Fotos und weitere Materialien als Belege eingebunden.
Den Abschluss der Betrachtung der Briefwechsel bilden „Briefe von und an Heinrich Wagner“, zu dem wieder ein Anhang angeknüpft wird, der Wagner näher charakterisiert. 
 
Alle bisherigen Kapitel werden durch zahlreiche Fußnoten kommentiert und eingeordnet. Es werden Bezüge zu Karl Mays Werk ebenso hergestellt sowie Personen im geschichtlichen Kontext näher charakterisiert. Oben auf den Seiten sind jeweils die Jahreszahlen abgedruckt, sodass eine schnelle Einordnung der jeweiligen Korrespondenz möglich ist.
 
Ab Seite 547 wendet sich das Buch dann noch einer Aufstellung der bei den Verlagen erschienenen Literarischen Texten zu, die mit Jahreszahlen und übersetzten Titel aufgeführt sind. 
Ein Nachtrag zum Vorgängerband rundet das Buch ab. Ein Brief von Josef Weigel, der zum Zeitpunkt der Drucklegung des ersten Bandes zu den Briefwechseln mit seinen Verlegern noch nicht erschlossen war, wird hier nachgeliefert.
 
 
Dieser Band stellt eine interessante Ergänzung zum Vorgängerband dar und gibt weitreichende Einblicke. Wie schon der erste Band ist dies kein Werk, welches man an einem Stück wie einen Roman liest. Es stellt wieder ein Buch dar, das Karl May interessierte Menschen hinter die Kulissen schauen lässt, gerade hinsichtlich der internationalen Vermarktung.

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