Einsam und kalt ist der Tod

Einsam und kalt ist der Tod Hot

Michael Brinkschulte   20. Januar 2015  
Einsam und kalt ist der Tod

Hörbuch

Untertitel
Lappland-Krimi
Autor(en) oder Hrsg.
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
6

Rückentext

BEISSENDE KÄLTE, MÖRDERISCHE GEFAHR

Anna Magnusson, Staatsanwältin in Stockholm, kehrt zurück zu ihren Wurzeln – als Rechtsbeistand für ihren samischen Cousin. Er soll eine Frau vergewaltigt haben. Als diese wenig später in Schnee und Eis ums Leben kommt, wird Anna misstrauisch. Was steckt hinter der Geschichte? Ihre Suche führt sie mitten in einen archaischen Konflikt in Lappland – wo ein Menschenleben wenig zählt.

Das Polarlicht war grün und violett und knisterte schwach …

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
6,0
Atmosphäre 
 
5,0
Sprecher 
 
7,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
6,3

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?

Julia Fischer spricht diesen Roman und versteht es gut diesen dem Hörer zugänglich zu machen. Mit angenehmer Stimme und guter Betonung setzt sie alles daran, dem Text möglich viel abzugewinnen, was sich leider zuweilen als schwer erweist.
Die Lesung, die mit 428 Minuten sechs CDs füllt, wird ohne Booklet geliefert. Knappe Informationen zur Sprecherin findet der Hörer auf dem Rückencover unter der Inhaltsangabe. Zum Autor sind keine Informationen zu finden. Unter den Trays sind Produktionsinfos und Verweise auf andere Hörbücher abgedruckt.


Resümee/Abschlussbewertung:

Die im Rückentext angekündigte Story erschien mir interessant und spannend. Als ich das Hörbuch begann, stellte sich allerdings schnell heraus, dass Lars Pettersson sich weniger einer Krimihandlung, als vielmehr der der Darstellung einer gesellschaftlichen Problematik in Lappland widmet. Dies macht er gut, doch kommt er mit der in den Hintergrund tretenden Krimihandlung der angekündigten Spannung nicht nach. Vielmehr wirken die eingebundenen Krimiaspekte vorhersehbar, ohne wirkliche Dynamik. Wenn Pettersson sich ausführlich damit beschäftigt, dass die Protagonistin sich als Hilfe bei der Reinigung eines Abflussrohres verdingt, hat man als Hörer den Eindruck, dass die Geschichte auf der Stelle tritt und Alltäglichkeiten fokussiert. Auch die Wiederholung von Automanipulation, die zum Tode einer Frau führt und auch der Protagonistin Schwierigkeiten bereitet, kann nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich hier um einen gesellschaftskritischen Roman mit wenigen Spannungselementen handelt.

Insgesamt recht nett, gut gelesen, was mich dazu bewogen hat bis zum Ende dabei zu bleiben, aber für Menschen, die einen spannenden ‚Lappland-Krimi‘ erwarten, ohne Biss.

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