Teuflisches Team Hot

Nico Steckelberg   21. November 2009  
Teuflisches Team

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
6

Rückentext

Eigentlich möchte Cadel nichts anderes, als ein ganz normaler Junge sein – doch das ist nicht so einfach, weil sein Vater ein brillanter Schwerverbrecher ist und er selbst noch vor kurzem dazu ausgebildet wurde, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Da kommt das Angebot, sich einem Geheimkommando jugendlicher Hacker anzuschließen, genau richtig: Mit seinen neuen Freunden soll Cadel die Machenschaften seines Vaters aufdecken. Mit Feuereifer stürzt er sich auf die Aufgabe – und muss feststellen, dass er immer noch nicht auf der Seite der Guten steht, sondern Teil eines wahrhaft teuflischen Teams geworden ist …

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
5,0
Atmosphäre 
 
6,0
Sprecher 
 
7,0
Aufmachung 
 
5,0
Gesamtwertung 
 
5,8

Catherin Jinks „Teuflisches Genie“ hat mir gut gefallen: Die Geschichte des Jungen Cadel, der ein ordentliches kriminelles und kriminalistisches Gespür aufweist und auf einer Schule für Intriganten und James-Bond-Bösewichte ausgebildet wird. Am Ende bekennt sich Cadel jedoch zum Guten. „Teuflisches Genie“ lebte gerade von diesem spannenden Widerspruch: Der Held der Geschichte macht eigentlich „böse“ Dinge. Und dann entwickelt sich der Charakter.

Nun legt Catherine Jinks ihr zweites Cadel-Buch vor. „Teuflisches Team“. Und ich muss es leider sagen: Es hat mich sehr enttäuscht. Der Einstieg in die Geschichte ist fade, der Gut-Böse-Konflikt existiert nicht mehr, und Cadel kämpft als Guter gegen die Bösen. Allerdings taucht der eigentliche Plot des Buches erst sehr spät auf. Man beginnt ohne ein wirklich ernstliches Problem mit der Geschichte, und das macht sie sehr langweilig.

Zwar gibt es wieder einige Bekannte zu treffen (auch böse Bekannte), aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass „Teuflisches Team“ eine schlecht gemachte Fortsetzung eines guten Erstlings ist. Daran kann auch Stefan Kaminski als Sprecher nicht viel ändern. Er hat wenig Chance, seine Stimmvielfalt unter Beweis zu stellen. Vergleichen Sie einmal seine Lesung von „Teuflisches Team“ mit der Lesung „Das Buch ohne Namen“ aus dem Hause Lübbe, und Sie erkennen, welch großartiges Potenzial beim Jinks-Hörbuch leider nicht eingesetzt werden konnte.

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