Ein Schatten wie ein Leopard

Ein Schatten wie ein Leopard Neu

Michael Brinkschulte   02. Januar 2026  
Ein Schatten wie ein Leopard

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Verlag
Erscheinungsjahr
Format
MP3-CD
Anzahl Medien
1
Altersempfehlung
ab 14 Jahren

Rückentext

">Das dort drüben.< Ramon deutete mit seinem Messer auf ein leuchtendes, gelb-rotes Bild.>Und dort. Das ist gutes Zeugs. Echt. Wissen Sie, wie das Zeugs aussieht? Wie diese Papierdrachen im Central Park. Verstehen Sie? Man schaut in den Himmel, und da ist plötzlich etwas, was man nicht erwartet. - Der Himmel ist voller Überraschungen. Uns genauso sind Ihre Bilder, sie sind ...<"
 
Ramon Santiago will ein Macho sein. Wenn er sein Messer blitzschhnell zückt, fühlt sich der schmächtige Puertoricaner in den Strassen New Yorks stark. Sein Vater und Harpos Gang sollen stolz auf ihn sein. Doch dann bringt der Überfall auf den alten Maler Glasser seine Wunschträume durcheinander. Ramon beginnt nachzudenken - und entdeckt ganz allein wer er eigentlich ist. Aber damit ist Harpos Gang überhaupt nicht einverstanden... Levoy erzählt eindrucksvoll von Mut, Selbstfindung und der Frage, wie man in einer Welt voller Ungerechtigkeit zu sich selbst steht.
 
Levoy erzählt eindrucksvoll von Mut, Selbstfindung und der Frage, wie man in einer Welt voller Ungerechtigkeit zu sich selbst steht.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
9,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,0

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Rund 290 Minuten Spielzeit füllt dieses Hörbuch, das von Sascha Tschorn mit angenehmer Stimme vorgetragen wird. Er setzt seine Stimme gut ein, um die Erzählperspektive von den Dialogen abzuheben und schafft es, die Dramatik einzelner Sequenzen zu verstärken.
Die CD ist in einem Digipack zu finden, in dem Angaben zum Sprecher und zum 2019 verstorbenen Autor zu finden sind, der dieses Buch bereits 1981 veröffentlichte. Die deutsche Erstausgabe erschien erst 1989.
 
Das Coverbild deutet Szenen des Buches an, verrät aber nichts vom eigentlichen Inhalt.
 
Hörspiegel Meinung:
 
Die Situation in der Ramon sich befindet kann man getrost als "Zwischen den Stühlen " bezeichnen. Denn einerseits will er zur Gang gehören, andererseits ist er moralisch ganz anders aufgestellt. Ramon soll einen Mann überfallen, der sich als im Rollstuhl sitzender alter Maler herausstellt. Zwischen den beiden entwickelt sich nach dem Überfall eine ganz besondere Beziehung, die beide aus ihrer Komfortzone lockt.
 
Der schon 1981 geschriebene Jugendroman hat auch in der heutigen Zeit seine Wirkung nicht verloren. Die Gegebenheiten wirken bezüglich der fehlenden heute täglich genutzten elektronischen Handwerkszeuge aus der Zeit gefallen, doch die zwischenmenschliche Ebene und die Entwicklung diesbezüglich nimmt die Hörerschaft mit. Am Ende fragt man sich, wie es weitegehen mag. Doch diese Frage bleibt unbeantwortet, da der Autor keine Fortsetzung verfasst hat. Hier gilt es seine eigene Fantasie spielen zu lassen.

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