Honig Hot
Rückentext
Sex, Spionage, Fiktion und die Siebziger: Serena arbeitet beim britischen Geheimdienst MI5. Weil sie auch eine passionierte Leserin ist, wird die junge Frau auf eine literarische Mission geschickt. Ian McEwan lockt uns mit gewohnter Brillanz in eine Intrige um Verrat, Liebe und die Erfindung der eigenen Identität.Hörspiegel-Meinung
Die junge Serena ist Berufseinsteigerin beim britischen Geheimdienst MI5. Bisher hat sie nicht viel erlebt und ist daher eine eher unbescholtene junge Frau. Die Stimmung ist insgesamt bedrückend. Der Roman spielt sich in den 1970er Jahren, zu den Hochzeiten des Kalten Krieges, ab. Serena wird auf einen Autor angesetzt, um bestimmte Literatur zu fördern. Sie findet schnell Gefallen an seiner Arbeit und an ihm selber.
Der Schreibstil ist flüssig und kurzweilig. Es ist Ian McEwan sehr gut gelungen den Geist der damaligen Zeit einzufangen. Auch den Charakter der jungen Serena und ihre Erlebnisse hat er passend dargestellt. Insgesamt sind ihm die Beschreibungen der Charaktere und deren Beweggründe sehr gut gelungen.
Der Spannungsbogen ist überzeugend. Die Spannung bleibt bis zum Schluss bestehen, nur der Mittelteil wirkt etwas langatmig. Das Ende ist dafür wieder spannend und unerwartet.