Die Codices Hot

Michael Brinkschulte   27. Oktober 2019  
Die Codices

Buch-Tipp

Anzahl Seiten
672
Erscheinungsjahr

Rückentext

Eine bahnbrechende Erfindung.
Ein biologischer Supercomputer.
Doch was, wenn der in die falschen Hände gerät?
 
Ein römischer Senatorensohn reist für seine Ausbildung in das antike Alexandria, um dort die Wunder der Wissenschaft und das bemerkenswerte astronomische Wissen seiner Zeit zu lernen.
Fast 2000 Jahre später steht der junge Forscher Lennard Sander vor der größten Entdeckung der Neuzeit: einem DANN-basierten Super Computer mit praktisch unbegrenzter Rechenleistung.
Doch ein Mordanschlag zwingt ihn zur Flucht. Irgendjemand versucht an seine Erfindung zu gelangen, um mithilfe einer künstlichen Intelligenz das Leben aller Menschen zu kontrollieren. Zur selben Zeit findet ein italienischer Philologe einen Hinweis auf drei verschollene Codices aus dem Altertum. Tragen sie das Geheimis in sich, um die entfesselte Technologie in die Schrenken zu weisen? Die Zeit wird knapp, denn die totale Kontrolle hat bereits begonnen …
 
Ecksteins meisterhaftes Debüt zeichnet ein fiktives Schreckensszenario absoluter Kontrolle, das schon in naher Zukunft Realität werden könnte.
Ein packender Episoden-Thriller über die Möglichkeiten und Grenzen unseres Fortschritts. Eine Reise durch die Zeiten, Kulturen und das Wissen unserer Welt.
 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
10,0
Atmosphäre 
 
10,0
Aufmachung 
 
10,0
Gesamtwertung 
 
10,0

Dieser Debüt-Roman mit antiken und wissenschaftlichen Ebenen stellt einen Science Thriller dar, der verschiedene Episoden auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen bereit hält. Mit 140 Kapiteln und 670 Seiten inklusive Vorwort, Glossar und Nachwort, ist dieser Erstling umfangreich und liegt mit einem guten Gewicht in der Hand. 
Widmet man sich dem Buch, geht es recht zügig hinein in die Vielfalt von Handlungsorten, Handlungsebenen, historischen Sachverhalten und wissenschaftlicher Beschreibungen. Trotz dieses vielschichtigen Aufbaus mit stetem Wechsel von Ort und Zeit liest sich das Buch gut und auch der Nichtwissenschaftler kommt bei den ganzen Zusammenhängen gut zurecht. Schritt für Schritt entwickelt sich ein Spannungsbogen, der illustre Querbezüge zwischen Vergangenheit, Gegenwart und wissenschaftlichen Erkenntnissen herstellt. Verschiedene Protagonisten interagieren dabei in gewisser Weise über Zeitebenen hinweg. 
 
Dieser Roman stellt einen äußerst gelungenen Erstling dar, lässt Wolfgang Eckstein doch die beschriebenen Szenen vor dem geistigen Auge erstehen. So fühlt man sich zuweilen direkt nach Alexandria versetzt, um dann wieder einem der beiden Jetztzeit-Protagonisten zu folgen.
Spannende Unterhaltung zwischen Wissenschaft und Antike.
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