Der schwarze Kater Neu
Michael Brinkschulte
04. Oktober 2026
Hörspiel
Serienname
Folge Nr.
198
Sprecher
Hörspiellabel/Verlag
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
1
Altersempfehlung
Internetlink
Rückentext
Amerika, 1843: Nach dem mysteriösen Tod seiner ersten Frau heiratet Julian erneut und nimmt einen schwarzen Kater ins Haus. Seltsame Erscheinungen und irritierende Geschehnisse dominieren in der Folgezeit das Leben des neuen Paars. Der Hausherr beginnt sich die Frage zu stellen, was die Ursache ist: Sind dunkle Kräfte am Werk, ist es der Kater, oder entspringt das Grauen nicht viel eher den Schattenseiten seiner eigenen Persönlichkeit?
Hörspiegel-Meinung
Michael Brinkschulte
Story/Inhalt
9,0
Atmosphäre
9,0
Sprecher
10,0
Soundtrack
10,0
Aufmachung
10,0
Gesamtwertung
9,6
Wie ist das Hörspiel umgesetzt?
Mit über 83 Minuten Spielzeit kommt diese Folge der Reihe Gruselkabinett daher, die auf neun Stimmen zurückgreift. Diese füllen ihre Rollen bestens aus. Allen voran Protagonist Christoph Jablonka, der den Julian gibt, aus dessen Perspektive die Handlung auch geschildert wird. Bodo Primus gibt gleich zwei Rollen, einen Priester und einen Polizisten.
Durch gezielt eingebundene musikalische Einspielungen mit Klavier, Glockenspiel etc., wird die Atmosphäre zusätzlich zu der Geräuschumgebung gesteigert.
Das Booklet bietet neben der Sprecherliste im Innern die Aufstellung der bisherigen und zukünftiger Folgen von Sherlock Holmes und Gruselkabniett. Unter dem Tray sind vier Coverbilder bereits erschienener Folgen aus Edgar Allan Poes Feder zu sehen.
Das Coverbild des Hörspiels selbst stellt allein durch den Kontrast des schwarzen Katers mit seinen markanten Augen vor dem brennenden Hintergrund einen gelungenen Blickfang dar.
Hörspiegel Meinung:
Edgar Allan Poe hat viele Kurzgeschichten geschrieben, von denen in diesem Hörspiel gleich drei zu einer Gesamtgeschichte verbunden wurden. Dabei handelt es sich neben der titelgebenden Geschichte „Der schwarze Kater“ zusätzlich um die Geschichten „Das ovale Portrait“ und „Morella“.
Regisseur und Hörspielautor Marc Gruppe hat hier die namensgebende Geschichte als Rahmenhandlung des Hörspiels genutzt, in der der Ich-Erzähler vor seiner Hinrichtung zu erzählen beginnt. Die beiden anderen Geschichten gehen fließend in den erzählrahmen über, woraus sich ein düster-spannendes Hörspiel mit einnehmender Atmosphäre ergibt.
Mit diesem Hörspiel setzt Titania-Medien einmal mehr ein Zeichen mit einem Grusel-Hörspiel voller intensiver Stimmungen. Dabei ist allerdings ein Publikum gefragt, das nicht nach schnellen Schnitten und viel Action verlangt. Vielmehr muss man sich auf die langen Beschreibungen einlassen können, die Poe selbst in seinen Texten vorgibt und die erst nach und nach die gruselige Stimmung entstehen lassen.
Sicherlich ein Hörspiel, das nicht jeden anzusprechen weiß, mir aber bestens gefällt.



