Rückentext:
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Hörspiegel-Meinung (ste):
Ein waschechter Mord wird dem Hörer
von Ferkel Records mit dem ersten Teil der Hörspielreihe „Kommissar
Zufall“ geboten. Den rätselhaften „Mord an den Städtischen Bühnen“
müssen die Kommissare Winnie Zufall und Rainer Hohn lösen. Und
dabei gehen sie sogar noch ungeschickter vor als Leslie Nielsen alias Frank
Drebin aus der „Nackten Kanone“.
Bei „Kommissar Zufall“ handelt es sich um eine Slapstick-Krimi-Satire, die das Genre ein wenig auf den Arm nimmt. Hier fließen einige „veränderte“ Elemente aus den „Drei ???“ (z.B. der nervige schreiende Wecker zu Beginn oder der „F**k Dich!“-schreiende Papagei Whitebeard) mit aneinandergereihten Comedy-Features zusammen und es stellt sich am Ende nur noch eine Frage: Wer ist eigentlich der Mörder? (Das Ende erinnert ein wenig an Scooby-Doo! Hier ist einfach alles und jeder maskiert und eigentlich jemand ganz anderes!)
Musikalisch werden interessante Sounds
und spannungsgeladene Themen verwoben. Leider fällt der Klang der
Instrumente, insbesondere der Drums, doch stark à la Casio-Kinder-Keyboard
aus. Aber dafür kommt auch der Dracula-Soundtrack zur Geltung! Besonders
witzig finde ich den musikalischen Opener, der, ganz in James-Bond-Manier,
den Titel der Folge beinhaltet und von Engelszungen gesungen wird. Fein!
Die Soundeffekte sind in Ordnung. Leider sind bei den Stimmen sehr starke
Lautstärke-Schwankungen zu vernehmen. Ist manchmal nicht ganz so einfach,
zuzuhören.
Nun zur Aufmachung: Rosa, wohin das Auge
sieht. Oh weh, aber dafür passt es ja zum Corporate Design von Ferkel
Records. Einen Pluspunkt gibt’s für die tolle schwarze CD. Sehr schmuck!
„Kommissar Zufall“ ist witzig, ein wenig
albern vielleicht. In Insiderkreisen kommt das Hörspiel bestimmt
noch besser. Hier und da sind garantiert einige (Running-)Gags versteckt,
die man als Außenstehender vielleicht nicht sofort mitbekommt. Auf
jeden Fall etwas für Hörer, die gern auf hirnlose Gags, aber
dennoch eine nachvollziehbare und im Endeffekt gar nicht mal so schlechte
Story mit vielen kleinen Ideen stehen. Einfach mal reinhören!
Es steckt auf jeden Fall viel Arbeit drin,
das hört man!
Ein Special gibt es auch noch: „Brockophil“,
den Song über die Kotze-Fress-Sucht gibt es ebenfalls auf der mit
brandneuem Logo versehenen Homepage von Ferkel Records zu bestellen!
Hörspiegel-Skala: | |
1. Story | ![]() |
2. Atmosphäre | ![]() |
3. Sprecher | ![]() |
4. Soundtrack | ![]() |
5. Aufmachung | ![]() |
ENDERGEBNIS (gerundet) | ![]() |