Hörspiegel-Meinung (mb):
Worum es geht:
Jürg Halter trägt 11 Sprechstücke
vor, die wie folgt betitelt sind:
1. Bitte, ich versuche zu sprechen
2. Ex oriente lux
3. Mein liebstes Lied
4. Kein Buch öffnet sich
5. Mein Berlin-Gedicht
6. Ich bin eine schwarzer, in die Mitte
des Denkens fliehender Punkt
7. 1980
8. Tauben im Bauch. Augen geschlossen
9. Tearoom Benefiz
10. In den unzulänglichen Augen des
Pfaus
11. Ich habe die Welt berührt
Welches Genre erwartet den Hörer ?
Schweizer Lyrik.
Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
Der Autor, Lyriker Jürg Halter, liest
bzw. spricht selbst. Er trägt in seiner ganz eigenen Art seine Texte
vor. Das Digipack, in dem die CD untergebracht ist, beinhaltet eine Kurzbiographie
des Autors. Zudem ist ein Poster beigelegt.
Das Cover zeigt einen Bildausschnitt dieses
Posters.
Resümee/Abschlussbewertung mit Schulnoten:
Direkt an den Hörer gerichtet ist
diese CD. Dies macht der Textausschnitt deutlich, den der Rückentext
zeigt. Diese direkte Ansprache wirkt zum Teil etwas komisch. Trotzdem erscheint
diese Art der direkten Ansprache etwas fehl am Platz. Versucht Halter doch
mit dem Publikum zu spielen, dessen Reaktionen er nicht einschätzen
kann. Würde es sich um eine Live-Performance handeln, die mit Publikum
eingespielt worden wäre, würden sicherlich einige der angestrebten
Lacher auftauchen, doch viele vermeintliche Gags liefen ins Leere. Die
präsentierten Texte sind zeitweise kurzweilig, interessant, verlangen
jedoch ungeteilte Aufmerksamkeit. In einigen Bereichen stellt sich für
den Hörer die Frage „Was soll das jetzt?“
Eine Sammlung von Texten, die zum Teil
sinnlos erscheinen, zum Teil ansprechen. Eine CD, die sicherlich nicht
die breite Masse ansprechen wird. Nur für Fans von Lyrik und exzentrischen
Vorträgen.
Note 3
Hörspiegel-Skala: | |
1. Story(s) | ![]() |
2. Atmosphäre | ![]() |
3. Sprecher | ![]() |
4. Soundtrack | ![]() |
5. Aufmachung | ![]() |
ENDERGEBNIS (gerundet) | ![]() |