Qntal
"Purpurea (Best of)"

© 2008 Drakkar
Hörspiegel-Meinung (ste):
Es begann als Sideprojekt von Deine Lakaien-Instrumentalist Ernst Horn und den musikalischen Wegbegleitern Sigrid Hausen (Gesang) und Michael Popp (Alte Instrumente). Ernst Horn ist seit dem dritten Album nicht mehr mit von der Partie und wurde an den Synthies und der Programmierung von Philipp Groth ersetzt. Inzwischen ist Qntal zu einer eigenständigen Szenegröße herangewachsen. Ganze sechs Alben zählt die Band, deren Genre sie sich seit dem Album Qntal I aus dem Jahr 1992 treu geblieben ist: Mittelalterlicher Elektronik mit tanzbaren Rhythmen und traditionellen Texten, die teilweise mitunter in Mittelhochdeutsch oder Altfranzösisch gesungen werden.

Es ist also durchaus an der Zeit, ein Best-of-Album zu veröffentlichen. „Purpurea“ heißt es und ist zwei CDs stark. Auf der ersten Scheibe hört man Qntal-Klassiker wie „Ad mortem festinamus“, „Von den Elben“ oder die wohl bekannteste elektronische Interpretation des Palästinaliedes. Die zweite CD wartet dann u.a. mit zahlreichen Remixen auf. Schön auch, dass es einige rare Tracks auf die Best-of geschafft haben.

So dürfte „Purpurea“ nicht nur etwas für Hörer sein, die Qntal gerade eben erst entdeckt haben und sich einen Überblick über die besten Songs der Vollzeitalben machen möchten, sondern auch für eingefleischte Fans, die vielleicht die meisten der Songs bereits besitzen.

Qntal live erleben kann man Ende November auf großer Deutschland-Schweiz-Frankreich-Tour zusammen mit ELANE.

Anspieltipps: „Altas Undaz“, „Palästinalied“ und „Departir“.
 

Hörspiegel-Skala:
BEWERTUNG
(Nico Steckelberg, © 2008 Der Hörspiegel )