Garcharot
"Core of Despair"

© 2008 Suffer Productions
Hörspiegel-Meinung (eb):
GARCHAROT haben sich 1990 gegründet, leider war nach 2 Demos im Jahre 1994 lange 10 Jahre Sendepause im Lager der westfinnischen Rentierjäger. Umso erfreulicher, dass es nach stolzem 4-jährigem Aufnahme-Zeitraum nun endlich an der Zeit war, das erste volle Album zu releasen. Und das hat es wahrlich in sich...
Nach einem düster-stimmungsvollem Intro gehen die 5 Finnen übergangslos mit dem Smasher „Bringer of the Plague“ auf die dahinsiechende Menschheit los.
Schwere Gitarren, Double-Bass-Attacken und eine kehlig-rotzige Stimme sind die Hauptmarkenzeichen der Band aus dem Land der tausend Seen.
Die 10 neuen Songs sind teilweise recht abwechslungsreich gehalten, dafür dass es sich hier eigentlich um eine skandinavische old-school Death Metal-Band handelt, wobei es immer schön treibend bleibt.

Diese neuen Machwerke der Band stellen absolut eine gewisse Weiterentwicklung der Band dar, man höre nur „Deny the Weak“ oder „Darkened Light“.
Aber jetzt kommts: Als Bonus wurden noch die 2 alten ´94er Demos und ein ´95er Sampler-Track auf die CD gebannt.
Vor allem die grossartigen Hymnen des „The Art of dark Desires“-Demos schlagen wie eine abgeschossene Panzerfaust im Gehörgang ein!
Teilweise werden hier dermaßen gewaltige Geschütze aufgefahren, die man nur mit den monströsen Bolt Thrower auf Speed vergleichen kann!
Geniale Killer-Songs wie „Butchered Orgies“ oder  „Carvings of the Carnals“ sind wahre Walzen und dürften so jeden „Alte Schule“-Fanatiker zum totalen Durchdrehen bringen! Mit den alten Finnland-Göttern Demigod, Demilich oder Funebre kann man das äußerst brutale Material auch nicht wirklich vergleichen, hierfür sind GARCHAROT einfach zu geradlinig unterwegs und auch die Vocals sind vor allem für damalige Zeit schon sehr extrem gehalten.

Das etwas ältere „Cradle of Sorrow“-Demo lässt dagegen wieder etwas durchatmen, hier wird etwas langsamerer Todesmörtel mit dunklen Growls geboten, wobei auch der Sound leider merklich schlechter, jedoch hörbar, ist.

Der abschließende Hammer-Track „Holy Communions Perversities“ ist von der damaligen CD-Compilation-Serie von Shiver Records und eine neu aufgenommene Version vom „Cradle of Sorrow“-Demo.

Im schönen, frostig gestalteten Booklet befinden sich alle Texte zu den 10 neuen Songs.

Für schlappe 10 € gibt es dieses finnische Schlachtwerk beim deutschen Label Suffer Productions.

www.myspace.com/garcharot
www.suffer-prod.de.vu
 

Hörspiegel-Skala:
BEWERTUNG
(Ecke Buck, © 2008 Der Hörspiegel )