Den typischen Medieval- und Renaissance-Rock der Formation „Blackmore’s Night“ erkennt man auf Anhieb. Dabei schaffen es eher die melancholischeren Stücke, im Ohr haften zu bleiben, wie z.B. das fantastische „Winter (Basse Dance). Die weihnachtlicher angehauchten Stücke versprühen eine sehr festliche, teilweise jedoch auch recht alltägliche Atmosphäre und lassen den typischen Charme der Band ein wenig vermissen. Wenn man das aktuelle Weihnachtsalbum von Loreena McKennitt mit diesem hier vergleicht, so schafft es McKennitt, ihrem Stil treuer zu bleiben und nicht zu sehr in Christmas-Standards zu verfallen. Das tut „Winter Carols“ zwar nicht allzu weh, denn es ist ja nun mal ein Weihnachts-Album. Aber eben diese Tatsache macht es zu etwas weniger Außergewöhnlichem als die „regulären“ Blackmore’s Night-Alben.
Dennoch: Wer gern schöne Weihnachtsmusik
seiner Lieblings-Mittelalter-Formation zum Fest hören möchte,
der darf bedenkenlos zuschlagen. Wer auf überwiegend eigenkomponierte
Weihnachtslieder hofft, wird leider weitest gehend enttäuscht werden,
denn viele der Stücke sind traditionell und bereits von anderen Künstlern
häufig interpretiert worden.
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