Alexander Granach
"Da geht ein Mensch"

© 2008 Kunstmann
Rückentext:
„Der Schauspieler Alexander Granach hat „Erinnerungen“ geschrieben. Kind armer galizischer Juden, Bäckergehilfe, dann Schauspielschüler, der sich in einer Operation die X-Beine geradebrechen läßt, damit er im Trikot auftreten kann. Ich erinnere mich seiner, wie er in München um 1920 herum den Shylock spielete, frech, aufdringlich, brüllend, dass der Kronleuchter wackelte, sehr farbig.“ (Berthold Brecht)
Granachs triumphale deutsche Theater- und Filmkarriere, die ihn mit Größen wie Max Reinhardt und Elisabeth Bergner zusammenführte, fand 1933 jäh ein Ende. Doch seine im amerikanischen Exil geschriebene Autobiographie „Da geht ein Mensch“ wurde nach dem Krieg zum Klassiker. „Es ist heiter, traurig, ergreifend, das Zwerchfell erschütternd, belehrend, bereichernd, beglückend. Im besten Sinne das Buch eines großen Schauspielers“, schrieb Lion Feuchtwanger, „ein Buch, mit dem man leben möchte“, nannte es Peter Härtling.
Für Mario Adorf steht „Da steht ein Mensch“ neben Josef Roths „Hiob“ und Lion Feuchtwangers „Jud Süß“ in seiner Bibliothek „in der Nische der Bücher des Herzens, Bücher, die mich mehr ergriffen und gerührt haben als andere.“

Hörspiegel-Meinung (mb):
Worum es geht:
Granach beschreibt sein Leben in vielfachen Nuancen.

Welches Genre erwartet den Hörer ?
Eine Autobiographie!

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
Mario Adorf liest diese Biographie in seiner unvergleichlichen Art. Mit seiner Stimme umspielt er die Sätze und bringt die Inhalte bis zum letzten Satzzeichen zum Hörer. Die Stimmungen der Autobiographie kommen perfekt an.
In einer Box kommen die insgesamt 5 CDs daher. Jede CD steckt in einer Papphülle. Diese Papphüllen zeigen auf der Front jeweils ein anderes Bild von Granach in unterschiedlichen Rollen. Zudem ist ein Booklet beigelegt, welches auf 32 Seiten vielfältige Informationen und Fotos  bietet.
 
Resümee/Abschlussbewertung mit Schulnoten:
Ein mitreißendes autobiographisches Werk! Ein Auf und Ab durch die Gefühlswelt, durch geschichtliche Hintergründe, durch ein Leben mit vielen Gesichtern. Alexander Granach schildert sein Leben, Mario Adorf gibt diesem Leben eine Stimme. Ein hervorragendes Hörbuch, welches durch die Interpretation des Sprechers eine zusätzliche Güte erhält.
Note 1
 
 

Hörspiegel-Skala:
1. Story 
2. Atmosphäre
3. Sprecher
4. Soundtrack
5. Aufmachung
ENDERGEBNIS (gerundet)
(Michael Brinkschulte, © 2008 Der Hörspiegel )